HMS 1 & 2 Schrotthandel: ISRI-Spezifikationen--- - Technische Spezifikationen

desc: Professionelle Übersicht zu HMS 1, HMS 2 und 80/20-Mix nach ISRI: Spezifikationen, Ausbringung und Qualitätskriterien für Stahlwerke und Recycler.

Globaler Schrotthandel: Industrielle Spezifikationen für HMS 1 & HMS 2

Im Bereich des ferrous Recyclings ist HMS (Heavy Melting Steel) der zentrale Einsatzrohstoff für Induktionsöfen und Electric Arc Furnaces (EAF). WorldwideTradeX liefert verifizierte Schrottqualitäten gemäß ISRI-Standards und sichert damit hohe metallische Ausbringung sowie minimale chemische Verunreinigungen für Melt Shops weltweit.

Table of Contents

  1. HMS 1 (ISRI 200-202): Premium-Schwerschrott
  2. HMS 2 (ISRI 203-206): Industrieller Blend
  3. Der „80/20“-Mix: Kommerzielles Gleichgewicht
  4. Tabelle der technischen Spezifikationen

1. HMS 1: Hochreiner Heavy Melting Steel

HMS 1 ist das hochdichte Substrat für die Premium-Stahlerzeugung.

  • Abmessungen: Mindestdicke 1/4 Zoll. Maximale Chargierkorbgröße 60x24x24 Zoll.

  • Wesentliche Abgrenzung: Strikt nicht verzinkter und nicht legierter Stahlschrott.

  • Schmelzausbringung: Typischerweise 90-95% Effizienz.

2. HMS 2: Standard-Sekundärschrott

HMS 2 erlaubt leichteres Material sowie verzinkte Komponenten.

  • Abmessungen: Mindestdicke 1/8 Zoll.

  • Zulässige Bestandteile: Kann verzinkten oder Schwarzstahl enthalten (z. B. Kfz-Karosserien, Konstruktionsrohre).

  • Ausbringungsdynamik: Leicht niedriger als bei HMS 1 aufgrund von Zinkschicht und geringerer Materialstärke.

3. HMS 80:20 Mix: Der Industriestandard

Die im Bulk-Schrottmarkt am häufigsten gehandelte Ware ist der 80:20-Blend.

  • Zusammensetzung: 80% HMS 1 und 20% HMS 2 nach Volumen.

  • Kommerzielle Logik: Dieses Verhältnis schafft die Balance zwischen hoher Schmelzleistung und Kosten­effizienz für die Massenproduktion von Stahlstabprodukten.

4. Technische Spezifikationen: Scrap Hub

CategorySpecification / ISRI CodeStandard Yield
HMS 1200 - 202 (No Galvanized)90 - 95%
HMS 2203 - 206 (Galvanized OK)85 - 90%
HMS 1/280:20 Industry Ratio88 - 93%
ProhibitedSealed Vessels / Munitions0% Tolerance

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Frequently Asked Questions (FAQ)

1) Welche chemischen und metallurgischen Risiken entstehen bei zu hohem HMS-2-Anteil im EAF-Einsatzmix?
Ein höherer HMS-2-Anteil erhöht typischerweise den Zinkeintrag (durch verzinkte Fraktionen) und kann die Schlackenführung, Staubbelastung sowie Ofenlogistik beeinflussen. In der Praxis führt das häufig zu höherem Prozessaufwand bei der Entzinkung, variabler Ausbringung und potenziell steigenden Behandlungskosten für EAF-Staub. Für Werke mit engen Qualitätsfenstern bei Langprodukten ist daher ein stabiler HMS-1-Fokus oder ein strikt kontrollierter 80/20-Schrottmix empfehlenswert.

2) Warum ist die Dimensionierung (1/4 Zoll vs. 1/8 Zoll) für Chargierung und Energieeffizienz so entscheidend?
Die Materialdicke beeinflusst Schüttdichte, Wärmeübertragung und Schmelzkinetik. HMS 1 mit höherer Dichte unterstützt in der Regel eine gleichmäßigere Ofenbeschickung und stabilere Schmelzprofile. Dünneres HMS 2 reagiert schneller thermisch, kann aber zu erhöhten Oxidationsverlusten und schwankender metallischer Ausbeute führen. Für den industriellen Schrotthandel bedeutet das: Die dimensionsbasierte Sortenreinheit ist direkt preisbilde- und prozessrelevant.

3) Welche Wareneingangs- und Compliance-Prüfungen sind bei HMS-Ladungen unverzichtbar?
Kritisch sind visuelle und instrumentelle Kontrollen auf verbotene Stoffe, insbesondere Sealed Vessels / Munitions (0%-Toleranz), sowie die Verifizierung von Verzinkungsanteilen gemäß bestellter ISRI-Klasse. Üblich sind Yard-Inspektionen, radiologische Checks, Dichte-/Sortierprüfungen und dokumentierte Chargenfreigaben. Diese QA-Schritte reduzieren Sicherheitsrisiken und sichern die Konformität im globalen Metals-Scrap-HMS-Handel.

4) Wie wirkt sich der 80:20-HMS-Mix auf Beschaffung und Preisvolatilität im internationalen Schrottmarkt aus?
Der 80/20-Mix ist ein marktgängiger Benchmark, weil er metallische Leistung und Kosten pro Tonne gut austariert. Bei volatilen Frachtraten, regional knapper HMS-1-Verfügbarkeit oder saisonalen Sammelmustern bietet der Blend höhere Beschaffungsstabilität als reine Premium-Sorten. Für Einkäufer in Stahlwerken verbessert das Planbarkeit bei Yield, Schmelzfenster und Einsatzkosten.